23.12.24

DIE SAAT DES HEILIGEN FEIGENBAUMS: Filmbesprechung

Abrechnung mit dem Unrechtsregime im Iran von Mohammad Rasoulof:
DIE SAAT DES HEILIGEN FEIGENBAUMS


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Iman (Misagh Zareh) ist gerade zum Untersuchungsrichter am Revolutionsgericht in Teheran befördert worden, als nach dem Tod einer jungen Frau eine riesige Protestbewegung das Land ergreift. Obwohl die Demonstrationen zunehmen und der Staat mit immer härteren Maßnahmen durchgreift, entscheidet sich Iman für die Seite des Regimes und bringt damit das Gleichgewicht seiner Familie ins Wanken. Während der strenggläubige Familienvater mit der psychischen Belastung durch seinen neuen Job zu kämpfen hat, sind seine Töchter Rezvan (Mahsa Rostami) und Sana (Setareh Maleki) von den Ereignissen schockiert und elektrisiert. Seine Frau Najmeh (Soheila Golestani) wiederum versucht verzweifelt, alle zusammenzuhalten. Dann stellt Iman fest, dass seine Dienstwaffe verschwunden ist, und er verdächtigt seine Familie…

 

Najmeh (Soheila Golestani) erfährt, dass
Iman (Misagh Zareh) eine Waffe bekommen hat

Mehr Infos nach dem Jump Break!

Mit DIE SAAT DES HEILIGEN FEIGENBAUMS liefert Mohammad Rasoulof, Gewinner des Goldenen Bären für DOCH DAS BÖSE GIBT ES NICHT, sein Meisterwerk ab: eine zornige und unverblümte Abrechnung mit dem Unrechtsregime im Iran, erzählt als brillanter, atemloser Politthriller und ausgestattet mit authentischen Bildern der Proteste im Herbst 2022, die das Land in seinen Grundfesten erschütterten. Es ist ein unter schwierigen Umständen entstandener, geheim im Iran gedrehter Film, dessen Wirkkraft so groß ist, dass sich Autor und Regisseur Mohammad Rasoulof und einige der Darstellerinnen noch kurz vor der Weltpremiere im Wettbewerb von Cannes gezwungen sahen, ihr Heimatland zu verlassen. Der Film wurde mit dem Spezialpreis der Jury beim Festival de Cannes ausgezeichnet und als Deutschlands Beitrag für den Internationalen Oscar 2025 ausgewählt. Es ist ein intensiver und aufwühlender bis bedrückender Film mit einer Geschichte von Macht und Unterdrückung, aber auch von Hoffnung und Widerstand. Ein erschütterndes und bewegendes Plädoyer für Freiheit und Gerechtigkeit, das unter die Haut geht!

Ab 26.12.2024 im Kino!

Trailer: DIE SAAT DES HEILIGEN FEIGENBAUMS

 

Quelle/Rechte: Alamode 

 

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