03.07.26

Fritz-Gerlich-Preis 2026 geht an LOST LAND

 Verleihung des Fritz-Gerlich-Preis im Rahmen des Filmfest München 2026

 

Christoph Gröner (Festivaldirektor Filmfest München), Erzbischof Reinhard Kardinal Marx, Philipp Schall (GF Tellux Film), Julia Weigl (Künstlerische Leiterin Filmfest München), Martin Choroba (GF Tellux Film, CEO Tellux Holding), Christian Jilka (Co-Produzent LOST LAND) und Thorsten Grieser (Kaufmännischer Leiter Filmfest München); © FGP-fotocello
 

Zum 14. Mal wurde am 1.7.2026 der renommierte Fritz-Gerlich-Preis im Rahmen des FILMFEST MÜNCHEN im Münchner Künstlerhaus verliehen. Aus den drei nominierten Produktionen – „DREI KAMERADINNEN“ von Milena Aboyan, „HIJRA“ von Shahad Ameen & sowie „LOST LAND“ von Akio Fujimoto – wurde LOST LAND ausgezeichnet.

 

 Mehr Infos nach dem Jump Break!

In LOST LAND begeben sich zwei kleine Geschwister auf eine gefährliche Reise. Nachdem der vierjährige Shafi und seine neunjährige Schwester Somira in einem Rohingya-Flüchtlingslager in Bangladesch gelebt haben, machen sie sich auf den Weg nach Malaysia, in der Hoffnung, ihre zerstreute Familie wiederzusehen. Sie verbringen scheinbar endlose Tage auf einem überfüllten Schmugglerboot, bis sie aufgrund eines Zwischenfalls auf See allein — und verloren — in Thailand zurückbleiben. Aber die Freundlichkeit der Menschen, denen sie unterwegs begegnen, und ihr eigener unbeugsamer Geist zeigen ihnen, dass sie niemals allein auf der Welt sind, egal wie weit sie von zu Hause entfernt sind... 

Auszug aus der Jury-Begründung: "Der Film verdient in den Augen der Jury den Fritz-Gerlich-Filmpreis, weil er im Kontext von weltweit über 110 Millionen Menschen auf der Flucht, eine Geschichte auf eindrückliche Weise erzählt, die die grausamen Folgen von Machtmissbrauch, Gleichgültigkeit und Erniedrigung zeigt, zugleich aber Hoffnung, Würde, Demut, Durchhaltevermögen und innere Stärke wahrnehmbar macht. Fujimoto gelingt mit diesem eindrücklichen Werk über Flüchtende, eine bemerkenswert sensible Inszenierung, die dokumentarische Authentizität mit eindringlicher Erzählkunst verbindet. Besonders hervorzuheben ist die professionelle Begleitung der Kinderdarsteller:innen, deren natürliche Leistung das Herzstück des Films bildet und den Zuschauer unmittelbar in die Welt der Figuren eintauchen lässt. Der Film erzählt von Flucht und Vertreibung und in diesem Zusammenhang von Zerbrechlichkeit und globaler Relevanz, ohne in Klischees zu verfallen."

 

„Propellerpreis" 

Außerdem wurde zum vierten Mal der „Propellerpreis" verliehen. Dieser bietet Studierenden der Hochschule für Fernsehen und Film München (HFF) die Gelegenheit, ihre Konzepte vorzustellen. Das Thema in diesem Jahr lautete: „WIE KANNST DU DIE WELT MIT JEDEM FILM EIN BISSCHEN BESSER MACHEN?“

Folgende Konzepte haben 2026 gewonnen:

Platz 1, dotiert mit 1.500 EUR, geht an „HOW TO LOVE AN EEL“ von Jona von Büren
Platz 2, dotiert mit 1.000 EUR, geht an „BETA PHASE (AT)“ von Dorothée Neff und Agnes Pauer
Platz 3, dotiert mit 500 EUR, geht an „WHO CARES? (AT)“ von Laura Lybaschenko



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