26.02.26

MARTY SUPREME: Filmbesprechung

Biopic von Josh Safdie über Tischtenniswunder Marty Reisman: 
MARTY SUPREME mit Timothée Chalamet

Plakat

In den Hinterhöfen Manhattans träumt der junge Schuhverkäufer Marty (
Timothée Chalamet
) von einer Zukunft, die ein paar Nummern größer ist als der kleine Schuhladen seines Onkels. Angetrieben von der Idee, Weltmeister im Tischtennis werden zu können, taucht er jede Nacht ab in die verrauchten Wettkampfhallen der Stadt, wo er sich mit viel Talent, der nötigen Chuzpe und dank der Hilfe seines besten Freundes (Tyler Okonma) ein paar Dollar dazu verdient. Zu wenig, um eine Profikarriere zu finanzieren und an den Turnieren in London, Paris oder Tokio teilnehmen zu können. Also ‚leiht‘ sich Marty kurzerhand Geld aus dem Safe seines Onkels, belügt seine Mutter (Fran Drescher) ebenso wie seine Freundin (Odessa A’zion) und schmeißt sich schamlos an eine Hollywood-Diva (Gwyneth Paltrow) ran, deren Ehemann (Kevin O’Leary) er gleichzeitig als Sponsor gewinnen will. Doch das ist erst der Anfang der Odyssey eines Mannes, der bereit ist, für Ruhm und Erfolg alles zu riskieren. 

 

Großartig: Timtée Chalamet als Marty

Mehr Infos nach dem Jump Break!

Angelehnt an die Biografie des legendären Tischtennisspielers und Lebemanns Marty Reisman lässt Regisseur Josh Safie in seinem ersten Spielfilm ohne seinen Bruder Benny ein energiegeladenes Ensemble aufeinandertreffen. Neben Timothée Chalamet (DUNE) spielen unter anderem Gwyneth Paltrow, die hier ihr großes Leinwand-Comeback gibt, „Shark Tank“-Ikone Kevin O’Leary, "Die Nanny"-Star Fran Drescher und Tyler Okonma (besser bekannt als Tyler, the Creator), sowie Odessa A’zion, Enkelin des Filmemachers Percy Adlon, als Martys Geliebte Rachel. Eine tolle Milieu-Studie im New York der 50er Jahre mit einem umwerfenden Timothée Chalamet als dem seit langem unsympathisten Helden eines Films: ein Großmaul und Angeber, der sich mit jedem anlegt - nicht ungefährlich zu der Zeit dort, sodaß es nur eine Frage der Zeit scheint, wann er evt. abgeknallt wird. Und: ein Getriebener, der es im Tischtennis ganz nach ober schaffen will - mit viel Talent, aber ohne jegliche Mittel. Und dafür ist ihm jedes Mittel recht. Chalamet hat dafür zu Recht den Golden Globe als Bester Hauptdarsteller Musical/Komödie erhalten. Anstrengende zweieinhalb Stunden mit rasanten Schnitten, hämmerndem Score und atemberaubenden, echten (!) Ballwechseln, aber jeder Mühen wert! Ein Safdie-Film mit Leib Seele (auch ohne Benny), für neun Oscars nominiert!

Ab 26.2.2026 im Kino!

Trailer: MARTY SUPREME


Quelle/Rechte: Tobis

 

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